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Sei einfach du selbst – Wie deine Hobbys zu deinem besten Zeugnis werden

Warum du für einen missionarischen Lebensstil nicht jemand anders werden musst


Wenn in der Kirche der Begriff „Mission“ fällt, haben viele von uns sofort ein bestimmtes Bild im Kopf: Jemand steht mit einer Bibel in der Fußgängerzone, spricht wildfremde Menschen an oder klingelt an Haustüren.


Wenn du eher introvertiert bist, lieber in Ruhe im Garten arbeitest, gerne schraubst, malst oder programmierst, schrillt bei diesem Bild sofort deine innere Alarmanlage: „Das bin nicht ich. Ich kann das nicht. Ich tauge nicht für Mission.“


Die gute Nachricht ist: Du hast recht. Das bist nicht du. Aber die noch bessere Nachricht ist: Gott hat dich auch nie gebeten, jemand anders zu werden.


Das Konzept des „Sweet Spots“


Der amerikanische Autor Will Mancini prägt in seinem Buch Younique einen wunderbaren Gedanken: Gott hat dich absolut einzigartig designt. Deine Persönlichkeit, deine Talente und deine Leidenschaften sind kein Zufall. Sie sind dein persönlicher Bauplan.


Mancini spricht davon, dass wir unseren „Sweet Spot“ finden müssen. Das ist der Punkt, an dem deine gottgegebene Leidenschaft auf die Bedürfnisse deiner Mitmenschen trifft.


Ein missionarischer Lebensstil bedeutet nicht, dass du dir ein neues, hochgeistliches Hobby zulegen musst, das dir eigentlich gar keinen Spaß macht. Es bedeutet vielmehr, das, was du ohnehin gerne tust, für andere zu öffnen.


Mission ohne Zusatztermine


Einer der Hauptgründe, warum ein missionarischer Lebensstil oft scheitert, ist unser überfüllter Terminkalender. Wir denken: „Ich arbeite 40 Stunden, habe Familie und Haus – wo soll ich jetzt noch zwei Stunden pro Woche ‚Mission‘ einbauen?“


Die Antwort lautet: Gar nicht. Integriere die Menschen stattdessen in die Dinge, die du sowieso schon tust.


  • Du liebst es, an alten Autos oder Fahrrädern zu schrauben?


    Schraube nicht allein in der geschlossenen Garage bei lauter Musik. Lass das Tor offen. Biete dem Nachbarn, dessen Fahrradkette quietscht, an, kurz rüberzuschauen. Die Garage wird zu deinem missionarischen Umfeld.


  • Du backst leidenschaftlich gerne?


    Backe nicht nur für deine eigene Familie. Mach die doppelte Menge und bringe die andere Hälfte dem gestressten Paketboten oder der alleinerziehenden Mutter im Haus gegenüber.


  • Du bist Sportler?


    Geh nicht isoliert mit Kopfhörern joggen. Such dir eine Laufgruppe. Sei derjenige, der die anderen ermutigt, der zuhört, wenn jemand beim Auslaufen von seinem Stress erzählt.


Echtheit ist anziehend, Verstellung stößt ab


Warum ist dieser Ansatz so kraftvoll? Weil Menschen ein untrügliches Gespür für Authentizität haben.Wenn du versuchst, der "Straßenprediger" zu sein, obwohl du eigentlich schüchtern bist, merken die Leute, dass du eine Rolle spielst. Das wirkt aufdringlich und unnatürlich.


Wenn du aber über deine Leidenschaft – sei es Kochen, Gärtnern, Brettspiele oder Fotografie – mit Menschen in Kontakt kommst, seid ihr sofort auf Augenhöhe. Ihr habt ein gemeinsames Interesse. Der Druck ist völlig weg. Du musst nichts „liefern“, du teilst einfach nur dein Leben.


Und genau in diesen ungezwungenen, entspannten Momenten – beim gemeinsamen Unkrautjäten, während der Teig im Ofen ruht oder beim Warten auf den nächsten Lauf-Intervall – entstehen die besten Gespräche. Gespräche, die ganz natürlich von „Was machst du am Wochenende?“ zu „Wie gehst du eigentlich mit dieser Krise um?“ wechseln.


Fazit

Hör auf, dich schlecht zu fühlen, weil du nicht der Typ für die große Bühne bist. Gott braucht dich nicht auf der großen Bühne. Er braucht dich in deiner Garage, an deinem Herd, auf deinem Fußballplatz und in deinem Garten.


Gott hat dir deine Hobbys und Leidenschaften nicht nur zur Selbstverwirklichung gegeben. Er hat sie dir als Werkzeuge gegeben, um Brücken zu Menschen zu bauen.

Sei einfach du selbst. Mach, was du liebst. Aber mach es mit offener Tür.


Kernzitat zum Mitnehmen:

"Dein effektivstes missionarisches Umfeld ist nicht dort, wo du versuchst, jemand anderes zu sein, sondern dort, wo deine einzigartige Leidenschaft auf die Menschen in deiner Umgebung trifft." – (Frei nach dem Prinzip des „Sweet Spots“ von Will Mancini)

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