Dein Alltag. Gottes Möglichkeiten.
- Jürgen Justus

- vor 1 Stunde
- 3 Min. Lesezeit
Hast du dich jemals gefragt, wo Gott eigentlich „arbeitet“? Eine Geschichte, die sich vor kurzem an einem ganz gewöhnlichen Ort – einem Sportpark – ereignete, erinnert uns daran, dass der Heilige Geist oft dort am aktivsten ist, wo du es am wenigsten erwartest: mitten in deinem Alltag.
Das Wunder am Wegesrand
Stell dir vor, du bist einfach nur spazieren, so wie Peter und seine Frau Esther. Und dann triffst du jemanden. Er ist 26, gelernter KFZ-Mechaniker, und er hat die Nase voll vom reinen „Kohle machen“. In einem kurzen, ehrlichen Moment stellt er dir die Frage, die uns alle umtreibt: „Wo ist der Sinn?“
In diesem Augenblick wurde der Sportpark zum Heiligtum. Sie konnten von Jesus erzählen, als die Antwort auf die Leere eines Lebens, das nur aus Arbeit besteht.
„Denn er hat die Ewigkeit in ihr Herz gelegt...“ (Prediger 3,11)
Dieser junge Mann spürte genau das: Einen Hunger nach etwas, das über den nächsten Gehaltsscheck hinausgeht. Und Gott hatte Peter und Esther genau dort platziert, um ihm zu antworten.
Dein „As-You-Go“-Auftrag
Vielleicht fühlst du dich manchmal unter Druck gesetzt, wenn du das Wort „Mission“ hörst. Du denkst an komplizierte Strategien oder große Bühnen. Doch Peter sagte in einem Gespräch treffend:„Das ist unser Dienst, das ist unser Weg. Wir treffen die ganze Zeit Leute, wenn wir zu zweit unterwegs sind.“
Im Griechischen wird der Missionsbefehl oft als ein Partizip übersetzt: „Während ihr geht...“ (Matthäus 28,19). Es geht nicht darum, extra Termine für Gott freizuhalten, sondern ihn in deine bestehenden Wege zu integrieren. In Alan Briggs’ Buch „Staying Is the New Going“ lernen wir, dass Treue zu dem Ort, an dem Gott dich hingestellt hat, die kraftvollste Form der Mission ist.
LifeGroups: Wo das Gespräch ein Zuhause findet
Vielleicht kennst du das Gefühl: Du hast ein tolles Gespräch, aber keine Einladung oder Visitenkarte dabei. Genau hier liegt die Stärke einer LifeGroup Kultur. Sie ist kein geschlossener Club, sondern eine Landebahn für die Menschen, denen du im Alltag begegnest. Eine LifeGroup ist der Ort, an dem ein Suchender – wie der junge Mann vom Sportpark – feststellen darf: „Hier bin ich nicht nur eine Nummer, hier werde ich gesehen.“
In dem Artikel „Wie ein Haus mit 21 Parteien zum Missionsfeld wurde“ (Link) siehst du, wie Mission direkt vor deiner Haustür beginnt. Wenn du anfängst, für deine Nachbarn und Arbeitskollegen zu beten, bereitet Gott den Boden für Begegnungen vor, die alles verändern können.
Deine Echtheit schlägt jede Perfektion
Die Begegnung am Sportpark zeigt: Der junge Mann suchte jemanden, der ihm in die Augen schaut und von Jesus erzählt.
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2. Korinther 12,9)
Gott braucht keine fehlerfreien Experten. Er braucht dich – so wie du bist. Jüngerschaft bedeutet, dein Leben mit anderen zu teilen und sie auf den hinzuweisen, der das Leben ist.
Dein nächster Schritt: Wo ist dein „Sportpark"?
Gott hat auch für dich einen Ort vorgesehen. Vielleicht ist es der Pausenraum, der Spielplatz oder das Wartezimmer beim Arzt.
Hier ist deine Ermutigung für heute:
Bitte Gott um offene Augen: Frage ihn morgens: „Wen willst du mir heute über den Weg schicken?“
Sei bereit für das Gespräch: Es muss nicht theologisch perfekt sein. Ein ehrliches Wort über deinen Glauben reicht oft aus.
Denke in Freundschaft: Mission beginnt mit echtem Interesse. Lade jemanden auf einen Kaffee ein, einfach um zuzuhören.
Peter hat sich vorgenommen, nun regelmäßig beim Sportpark vorbeizuschauen – in der Erwartung, dass Gott die zweite Begegnung schenkt. Lass uns gemeinsam mit dieser Erwartung leben!



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